Die Sicherheit im eigenen Zuhause ist für ältere Menschen sowie für deren Familienmitglieder von höchster Bedeutung. Ein ruhiges Gewissen entsteht vor allem dann, wenn man weiß, dass im Ernstfall schnell und kompetent Hilfe geleistet wird. In Deutschland gibt es ein gut ausgebautes System an Notrufen und Beratungsstellen, die speziell darauf ausgerichtet sind, in gesundheitlichen oder sicherheitsrelevanten Krisensituationen beizustehen. Es ist daher ratsam, die wichtigsten Notrufnummern für Senioren stets griffbereit in der Nähe des Telefons zu platzieren oder sie im Mobiltelefon fest einzuspeichern.
Die bekannteste und zugleich wichtigste Nummer in ganz Europa ist die einhundertzwölf. Unter dieser Kurzwahl erreichen Sie die Feuerwehr und den Rettungsdienst. Dieser Notruf sollte immer dann gewählt werden, wenn eine lebensbedrohliche Situation vorliegt oder schwere gesundheitliche Schäden zu befürchten sind. Dazu zählen beispielsweise Anzeichen für einen Herzinfarkt, ein Schlaganfall, starke Atemnot oder schwere Unfälle im Haushalt. Die Mitarbeiter in der Notrufzentrale sind speziell geschult und leiten sofort die notwendigen Rettungsmaßnahmen ein, während sie am Telefon hilfreiche Anweisungen für die Erste Hilfe geben können.
Neben dem medizinischen Rettungsdienst spielt die Polizei eine zentrale Rolle für die Sicherheit von Senioren. Über die Rufnummer einhundertzehn erreichen Sie jederzeit die polizeiliche Einsatzzentrale. Dieser Notruf ist für Situationen gedacht, in denen eine akute Bedrohung vorliegt, eine Straftat beobachtet wurde oder wenn sich Senioren in ihrem Umfeld unsicher fühlen. Auch bei Verkehrsunfällen oder wenn Hilfe bei der Aufklärung verdächtiger Vorkommnisse in der Nachbarschaft benötigt wird, ist die Polizei unter dieser Nummer der richtige Ansprechpartner.
Ein oft unterschätzter, aber äußerst wichtiger Dienst ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Nummer einhundertsechzehn einhundertsiebzehn. Diese Nummer ist immer dann die richtige Wahl, wenn eine Erkrankung vorliegt, mit der man normalerweise eine Hausarztpraxis aufsuchen würde, die Behandlung aber nicht bis zum nächsten Werktag warten kann. Dies ist häufig nachts, an Wochenenden oder an Feiertagen der Fall. Der Bereitschaftsdienst hilft dabei, eine geöffnete Notfallpraxis in der Nähe zu finden oder fordert in dringenden Fällen einen Hausbesuch durch einen diensthabenden Arzt an. Dies entlastet die Notaufnahmen der Krankenhäuser und stellt sicher, dass Senioren auch außerhalb der regulären Sprechzeiten medizinisch versorgt sind.
Zusätzlich zur ärztlichen Versorgung kann es vorkommen, dass dringend Medikamente benötigt werden, wenn die Stammapotheke bereits geschlossen hat. Für diesen Zweck gibt es den Apothekennotdienst. Informationen darüber, welche Apotheke in der Umgebung gerade Dienst hat, lassen sich über die kostenfreie Festnetznummer null achthundert null null zwei zwei acht drei drei erfragen. Wenn Sie von einem Mobiltelefon aus anrufen, können Sie die Nummer zwei zwei acht drei drei ohne Vorwahl nutzen. Diese Information ist besonders wichtig, um die Versorgung mit lebensnotwendigen Arzneimitteln jederzeit zu gewährleisten.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Sicherheit betrifft den Giftnotruf. Da Senioren manchmal versehentlich falsche Medikamente einnehmen oder Dosierungen verwechseln könnten, ist schnelle Information entscheidend. In Deutschland gibt es regionale Giftinformationszentren, deren Nummern je nach Bundesland variieren. Die Experten dort geben sofortige Anweisungen, was bei einer möglichen Vergiftung zu tun ist. Eine professionelle Betreuung im Alltag erhöht die Sicherheit von Senioren massiv. Eine qualifizierte Pflegekraft vor Ort kennt diese Notrufnummern und kann im Ernstfall besonnen und schnell reagieren. Dies schenkt den Angehörigen das wertvolle Gefühl, dass ihre Liebsten in guten Händen sind.